Citrix Provisioning Server 5.0 Update

Dieser Artikel beschreibt die Installation bzw. das Update des Citrix™ Provisioning Server Version 5.0. Weitere Informationen als Grundlage für dieses Dokument ist die Pilotumgebung, die mit dem Dokument provisioning_server erstellt wurde.

Bevor wir allerdings anfangen können müssen wir natürlich (wenn kein Mediakit vorliegt) die Sourcen von der MyCitrix Website runter laden. Da die Sourcen für den Citrix™ Provisioning Server als *.ZIP Datei vorliegen, packen wir dieses Archiv aus und erstellen uns mit dem Tool Folder2ISO erstmal einen *.ISO File und kopieren das danach in die ISO Library useres XenServers.

Skills

Installation / Update Prozess

Für den Provisioning Server 5.0 gibt es keinen wirklichen Update / Upgrade Pfad. Hier müssen wir die vorhandene Installation des Provisioning Server 4.5 SP1 deinstallieren bevor wir die version 5.0 installieren können. Dies kann aber relativ unspektakulär über die Systemsteuerung gemacht werden.

Der Citrix™ Provisioning Server 5.0 benötigt zwingend das .NET Framework 3.0. Zusätzlich wird keine *.mdb als Datenbank, sondern ein SQL Server 2005 benutzt. Citrix hat uns beides auf das Installationsmedium gepackt, deshalb beginnen wir mit dem .NET Framework 3 das auf der CD unter .\ISSetupPrerequisites zu finden ist (für 32 und 64 bit). nach Abschluss der .NET Frameworks Installation, machen wir uns an den SQL Server. Dieser befindet sich ebenfalls auf der CD unter .\SQL Server 2005 Express. In produktiven Umgebungen wählt man sicher einen vorhandenen SQL Server. Für unsere Umgebung installieren wir jetzt jedoch die Express Edition.

Der MS-SQL Server wird zum größten Teil mit [Next] installiert. Sicherheitshalber wählen wir jedoch beim Authentication Mode den Mixed Mode und vergeben ein SA Passwort. Nach Abschluss der Installation müssen wir den SQL Server noch an unserer Bedürfnisse anpassen. Bei einer Standardinstallation unterstützt nämlich der SQL Server 2005 Express keine Named Pipes. Hier müssen wir den SQL Server Configuration Manager starten und unter dem Knoten SQL Server 2005 Network ConfigurationProtocols for SQLEXPRESS die Named Pipes aktivieren.

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Danach benötigt der Server einen Neustart (ein Neustart der Dienste hat hier nicht geholfen).

Installation des Provisioning Servers

Zum Start der PVS 5.0 Installation legen wir unser ISO File aus der Library des XenServer ein und wählen im Installations Wizzard Install Server for 32 bit Platform (natürlich nur wenn auch eine 32 bit Plattform benutz wird).

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Der Installationsprozess kann schon wie bei der Installation des Provisioning Servers 4.5 einfach mit [Next] durchlaufen werden. Nach Abschluss der Installation erscheint wieder der aus Version 4.5 bekannte Provisioning Server Configuration Wizzard. Die Konfiguration unterscheidet sich in den meisten Schritten nicht von der Installation des PVS 4.5. Hier nur die wichtigsten Einstellungen:

Fenster Einstellungen
DHCP Service The service that runs on another computer
PXE Services The service runs on this computer
Farm configuration Create farm

Als Datenbankserver benutzen wir unseren Provisioning Server (PVS001) auf dem wir ja gerade den SQL Server 2005 installiert haben. Das Feld für die Instanz kann eigentlich leer bleiben, zum besseren Verständnis geben wir hier jedoch SQLExpress ein (die Standard Instanz des SQL Servers). Alternativ zeigt uns ein ein Klick auf [Browse] auch den richtigen Server und die passende Instanz an. Im folgenden Schritt müssen noch diverse Farm Informationen angegeben werden, die jeder nach eigenen Vorstellungen mit Informationen füllen kann. Diese Werte werden uns später in der Konsole wieder begegnen.

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Nun folgen die Informationen zum License Server die bereits passen sollten und mit [Next] übernommen werden können (falls nicht, der License Server ist lokal installiert). Der Provisioning Server benötigt noch einen Account unter dem diverse Dienste laufen und der benutzt wird um auf Windows Freigaben zuzugreifen. In einer produktiven Installation sollte hier auch unbedingt ein entsprechender Account angelegt und eingetragen werden. Für unsere Pilotumgebung benutzen wir allerdings nur den Network Service Account. Die Konfiguration der Stream Services kann in der Regel auch so übernommen werden. TFTP Option und Bootstrap Location werden auch mit [Next], genauso wie die Stream Servers Boot List übergangen. Danach folgt eine kurze Zusammenfassung und ein Klick auf [Finish] beendet die Konfiguration.

Die Provisioning Server Konsole

Da die Provisioning Server Konsole in der Version 5.0 nicht mehr mit dem Server installiert wird, müssen wir diese noch nach installieren.DELETEME. Wir benötigen hierfür die Microsoft Management Console 3.0 for Windows Server 2003 (KB907265), die wir in unserer Pilotumgebung noch installieren müssen. Danach lässt sich die Provisioning Server Konsole starten.

Wenn die MMC 3.0 installiert ist, wählen wir von der PVS CD den Eintrag Install Console for 32 bit Platform. Auch die Konsole kann einfach über [Next] installiert werden. Was die reine Installation angeht sind wir soweit fertig.DELETEME

Also starten wir mal die Provisioning Server Konsole.

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In der Provisioning Server Konsole erkennen wir auch die Informationen wieder, die wir bei der Konfiguration angegeben haben. Als erstes legen wir einen vDisk Store an, in dem später unsere vDisk Images abgelegt werden. Dies geschieht mit einem rechts Klick auf den Knoten StoresCreate Store…. Unter dem Reiter [General] vergeben wir einen Namen und eine Beschreibung für den Store sowie bestimmen eine Site die der Besitzer des Stores sein soll. Als nächstes folgt unter dem Reiter [Paths] die physischen Pfade zu den vDisks und schließlich unter dem Reiter [Servers] noch die Server (wir haben ja hier nur einen) die auf diesen Store Zugriff haben sollen.

Als nächste Optionen haben wir, eine neue vDisk zu erstellen oder die vorhandene PVS 4.5 vDisk zu integrieren.

Vorhandene vDisk integrieren

Der logische Weg zur Integration wäre, rechte Maustaste auf den eben angelegten Store und Add Existing vDisk… angklickt. Den [Search]] Button anklicken und obwohl scheinbar alles stimmt, findet der Wizzard weder unsere vorhandene vDisk noch irgendeine andere mögliche vDisk.

In keiner Dokumentation vom Citrix™ Provisioning Server 5.0 konnte ich nachlesen, das ein SQL Server zwingend erforderlich ist. In den Release Notes steht lediglich, dass der SQL Server 2005 „unterstützt“ wird, nicht jedoch das er erforderlich ist. Diese Erkentniss führte mich zu der Annahme, das der Provisioning Server 5.0 nicht nur vDisks im VHD Format unterstützt sondern ebenfalls erfordert.

Wie aber jetzt die vorhandene vDisk konvertieren?

Im Installationsverzeichnis habe ich dann eine VhdConverter.exe gefunden, die genau das macht. Die Hilfe des VHDConverters verrät uns auch den Syntax (VhdConverter.exe /?).

VhdConverter {Quelle} {Ziel} [dynamic]

Je nach Größe der vDisk kann die Konvertierung ein ganze Weile dauern. Danach steht uns aber im angegebenen Verzeichnis eine neue vDisk im VHD Format zur Verfügung. Der erste Unterschied wird sofort sichtbar, die ursprüngliche vDisk war 8 GB groß. Die neue VHD vDisk belegt jetzt nur noch 1,5 GB, ein Ergebniss der Option dynamic bei der Konvertierung.

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Diese VHD vDisk lässt sich jetzt auch zu unserer Konsole hinzufügen. Der [Search]] Button zeig uns jetzt genau diese eine vDisk an, die sich mit [Add] und [Close] in unseren Pool aufnehmen lässt.

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Master Target Device

Trotz Konvertierung in das VHD Format haben wir immer noch eine vDisk mit PVS 4.5 Treibern. Diese sollten wir jetzt eigentlich noch updaten.

Dazu legen wir uns wieder unser Master Target Device (MTD001)an und weisen die konvertierte vDisk als „Private“ zu. Zuerst öffnen wir den Knoten Device Collections, klicken mit rechts auf Collection und wählen [Create Device]. Hier benötigen wir nur den Namen sowie die MAC-Adresse unseres Master Target Devices.

Nachdem der MTD001 erstellt wurde, müssen wir noch die Eigenschaften anpassen. Dazu klicken wir mit rechts auf den Eintrag in der Konsole und wählen [Properties]. Wichtig in diesem Dialog sind eigentlich nur zwei Dinge. Zuerst müssen wir unter dem Reiter [General] bei Boot from die vDisk einstellen. Danach folgt unter dem Reiter [vDisks] noch die Zuweisung der entsprechenden vDisk.

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Jetzt müssen wir noch die vDisk in den „Private Mode“ umstellen. Dieser Punkt ist leider etwas versteckt. Wir klicken mit rechts auf den Eintrag unserer vDisk und wählen hier wieder [Properties]. Im unteren Bereich des Dialog-Fensters befindet sich ein [Edit file properties] Button unter dem sich unsere Einstellungen verbergen. Hier können wir dann wieder den Access Mode auf Private Image umstellen.

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Wenn alles konfiguriert ist, können wir den MTD001 starten. Wichtig ist, dass der Rechner über das Netwerk booten muss. Wenn alles funktioniert, startet unser Server von der vDisk. Jetzt können wir das Update der Provisioning Server Client Software durchführen. Citrix bezeichnet diese Update Methode mit nur einem Provisioning Server als Inline Upgrade. Zuerst jedoch legen wir unserer virtuelle CD ein im XenServer ein, schließen den Startbildschirm wieder und öffnen die CD im Explorer. Im Rootverzeichnis der CD finden wir die PVSSRV_UpgradeWizard.exe die wir mit Doppelklick installieren. Wie schon mehrfach gemacht, können wir die komplette Installation mit [Next] durchlaufen.

Der Upgrade Wizzard muss auf der virtuellen Disk installiert werden. Achtet darauf, dass unser MTD001 auch von der vDisk gebootet hat.

Nachdem die Installation des Wizzards abgeschlossen wurde, starten wir den Upgrade Configuration Wizzard aus dem Startmenü.

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So erstmal die Theorie. Bei mir funktionierte allerdings auch nach wiederholten Versuchen das Upgrade aufgrund von RPC Fehlern nicht. Citrix™ hat übrigens bei der Installation des PVSSRV_UpgradeWizard in das Installationsverzeichnis eine UpgradeGuide.pdf kopiert. In der mir vorliegenden Version allerdings noch für den Provisioning Server 4.5.

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An dieser Stelle habe ich das Update abgebrochen und habe eine neue vDisk erstellt.

Erstellen eines neuen Images

Da uns ja noch unser Master Target Dvice zur Verfügung steht, ist es relativ einfach ein neues Image zu erstellen. Zuerst booten wir unseren MTD001 ganz normal von seiner lokalen Hard Disk (einfach die Boot Reihenfolge wieder umstellen). Danach deinstallieren wir einfach die Citrix™ Provisioning Server Client Software und rebooten den Server.

In der Provisioning Server Konsole auf dem PVS001 legen wir nun eine neue vDisk an. Dafür klicken wir mit der rechten Maustaste auf unseren Store und wählen Create vDisk….

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Der Filname sollte natürlich wieder eindeutig sein. Danach noch die Größe der neuen vDisk sowie das VHD Format (Fixed oder Dynamic) angeben und mit einem Klick auf [Create vDisk] wird die neue Disk erstellt. Das erstellen der Disk kann ein paar Minuten dauern. Wie beim PVS 4.5 müssen wir jetzt noch die vDisk mit einem Rechtsklick mounten und formatieren (die eingebundene vDisk erscheint als Removable Disk). Wenn die Formatierung abgeschlossen ist, können wir die vDisk wieder unmounten.

Als nächsten Schritt müssen wir das Master Target Device in der Provisioning Server Konsole neu konfigurieren. Rechte Maustaste auf den MTD001 und auf Properties klicken. Unter dem Reiter [General] stellen wir bei Boot from: Hard Disk ein und fügen unter dem Reiter [vDisks] noch unsere neu erstellte Disk dazu (eventuell vorhandene vDisks vorher entfernen).

Jetzt muss die Bootreihenfolge des Master Target Devices wieder auf Netzwerk umgestellt und die Maschine gestartet werden. Nachdem der MTD001 wieder da ist, sollte eine Verbindung zur vDisk bestehen. Diese müssen wir jetzt noch über das Windows Disk Management mit einem Laufwerksbuchstaben versehen. Jetzt können wir den aus der Version 4.5 schon bekannten Provisioning Server Image Builder starten. Als Destination Drive wählen wir die verbundene vDisk und klicken auf [Build].

Sobald das Image fertig erstellt wurde, können wir es unseren neuen Target Devices zuweisen und diese davon starten.

cps/pvs50_update.txt · Zuletzt geändert: 26.01.2011 - 08:37 von Thomas Krampe
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