Windows Share unter XenServer mappen

Es ist kein Geheimnis, dass der Export von virtuellen Maschinen über das XenCenter irgendwie quälend langsam ist. Abhilfe schafft hier der Export über das CLI, der deutlich schneller ist. Der Nachteil ist allerdings, dass die Domäne 0 keinen Platz hat um einen Export einer virtuellen Maschine zu speichern. Wir müssen uns also erstmal ein Laufwerk mappen. Ok, viele werden jetzt ein USB Laufwerk benutzen, in großen Unternehmen stehen die Server aber nicht immer gleich in der Nähe.

Windows Share mappen

Der einfachste Weg ist hier tatsächlich sich ein Windows Share im XenServer zu verbinden. Hier ist lediglich der Zugriff als root auf die Konsole erforderlich. An der Konsole angemeldet erstellen wir uns erstmal ein Verzeichnis das unseren Mount aufnehmen wird. Dies geschieht mit dem folgenden Kommando:

mkdir /windows

Als nächsten Schritt mounten wir uns die Windows Freigabe mit dem folgenden Kommando:

mount -t cifs //windowshost/freigabename -o username=UserName,password=Password /windows

Den Parameter „passwort=“ könnt ihr auch weglassen, nach dem Return werdet ihr dann aufgefordert ein Passwort einzugeben. Beim Usernamen innerhalb von Domainen könnt ihr auch folgendes benutzen ⇒ „domain/username“ oder den Parameter „domain=…“. Bitte beachten, wie auch beim UNC Pfad benutzen wir den Slash “/“ statt des von Windows bekannten Backslash „\“.

Ob der mount tatsächlich funktioniert hat finden wir mit dem folgenden Kommando heraus:

mount

Hier müssten wir am Ende der Liste unser Windows-Freigabe finden. Noch ein kleiner Tip am Rande, wenn ihr beim mounten eine Fehlermeldung wie folgt bekommt…

mount error 5 = Input/output error
Refer to the mount.cifs(8) manual page (e.g.man mount.cifs)

… dann kann das Abschalten der CIFS Linux Extensions helfen. Und das geschieht wie folgt. Zuerst schauen wir mal ob die überhaupt eingeschaltet sind. Das machen wir mit folgendem Kommando:

cat /proc/fs/cifs/LinuxExtensionsEnabled

Wird hier eine „1“ ausgegeben, dann sind die Extension eingeschalten und können mit dem folgenden Kommando „disabled“ werden:

echo "0" > /proc/fs/cifs/LinuxExtensionsEnabled

Danach sollte das Verbinden der Windows-Freigabe fehlerfrei funktionieren. Jetzt können wir den Export mit folgendem Kommando starten:

xe vm-export filename=/windows/dateiname.xva vm=NameDerVM

Wichtig ist, dass die entsprechende Maschine für den Export den Status „halted“ haben muss. Welche Maschinen den Status haben bekommt ihr mit dem folgenden Kommando raus:

xe vm-list params=all power-state=halted
xenserver/cifsmapping.txt · Zuletzt geändert: 22.01.2011 - 17:06 von Thomas Krampe
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