Ein leidiges Thema ist, dass Daten auf Festplatten (leider auch auf virtuellen) die Angewohnheit haben mit der Zeit mehr Platz zu beanspruchen. Ein Storage Repository im XenServer bleibt auch davon nicht verschont. Zum Glück können wir ja (unter LVM, iSCSI oder FC) unser SR vergößern. Allerdings, jeder der das mal versucht hat stößt auf das Problem, dass nach dem Resize im XenCenter immer noch die alte Größe angezeigt und verwendet wird. Deshalb hier nachfolgend ein funktionierender Weg.
Gehen wir mal davon aus, dass wir ein iSCSI System (z.B. OpenFiler) haben und wir das vorhandene SR von 60GB auf 120GB vergrößert haben. Das iSCSI Device zeigt auch die neue Größe, nur der XenServer interessiert sich nicht dafür und zeigt uns immer noch die 60GB. Als erstes verbinden wir uns mal mit unserem XenServer per SSH (oder direkt auf die Konsole im XenCenter) und finden raus welches SR wir vergrößert haben.
xe sr-list
Alternativ, wenn der Name des SRs bekannt ist, geht auch:
xe sr-list name-label=<Euer_SR_Name>
Aus der Liste der nun angezeigten SRs benötigen wir die UUID des Storage Repositories. Denn jetzt können wir mit folgendem Kommando rausfinden um welches Device es sich handelt.
pvscan | grep “<UUID_des_SRs>“
Die Ausgabe sollte irgendwas in der Form von /dev/sdx enthalten. Mit dieser Ausgaben können wir nun unser SR vergößern:
pvresize <Device_Name> z.b. /dev/sda
Jetzt scannen wir unsere vorhandenen Storage Repositories neu und sollten die 120GB auch im XenCenter sehen.
xe sr-scan uuid=<UUID_des_SRs>
Schön ist, dass es auch mit laufenden VMs funktioniert. Ich rate allerdings davon ab, da manchmal ein xe-toolstack-restart oder ein Reboot erforderlich ist.